Elli (ElVita)

MV

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Ellis (ElVitas)  Geschichte:

ElVita, die mahagonifarbene Magyar Vizsla Hündin wurde aus einem Kellerloch befreit. Dort hatte die erst 6-jährige Hündin fortlaufend Welpen gebären müssen.
Infolge der ständigen Trächtigkeiten hatten sich an den Milchleisten große Mammatumore gebildet, die entfernt wurden.

Wir haben die nach wie vor stark abgemagerte Hündin, deren Augen von dem Leid sprechen, das sie jahrelang hat erdulden müssen, im April 2018 in unsere Obhut übernommen. Die tierärztlichen Untersuchungen haben nunmehr ergeben, dass die Mammatumore bösartig gewesen sein müssen. Die festgestellten Mangelerscheinungen und andere gesundheitliche Beeinträchtigungen werden wir voraussichtlich bald ausgleichen können. Anders sieht es mit der Krebsnach- und -vorsorge aus: wir haben in der Vergangenheit überzeugende Erfahrungen mit dem Einsatz alternativer Heilmethoden auf homöopathischer Grundlage gemacht. Das verlangt besondere pflegerische und medizinische Betreuung und verursacht erhebliche Zusatzkosten.

Im Mai 2018 zog ElVita in die vereinszugehörige Pflegestelle um, in der fast alle unsere Waisencouch Hunde, die besonderer Fürsorge und tierärztlicher Betreuung bedürfen, leben. Ihre Pflegeeltern nennen sie liebevoll „Vischel-Rippchen“, lassen sich doch an der zierlichen Hündin alle Rippchen einzeln abzählen. Nach einem halben Tag Unsicherheit beschloss Madamchen dann, dass das angebotene Spezialfutter doch schmeckt, und so ein Stückchen getrocknetes Rinderherz als Nachtisch durchaus annehmbar ist. Am 17.05. fand der erste der wöchentlichen Termine zur Bioresonanztherapie statt. Das kam ElVita zwar seltsam vor, aber dank des einen und anderen Leckerlis ließ sie alles geduldig über sich ergehen. Die 30 km im Auto machten ihr nichts aus. Die Waage zeigt immerhin schon etwas über 16 kg an. Da ist zwar noch deutlich Platz nach oben, aber Vischelchen hat beschlossen, dieses neue Leben anzunehmen. Die Kräfte reichen sogar schon dazu, ab und zu im Garten einen kleinen Luftsprung zu wagen!

Im Juli 2018 waren wir voller Hoffnung, hatte sich doch der Gesundheitsstatus erfreulich entwickelt: ElVita brachte nun immerhin 17,3 kg auf die Waage, sie war fröhlich und ausgeglichen und lebte sozial mit ihren Artgenossen im Pflegerudel zusammen. Wir waren damals nur mäßig beunruhigt durch die Tatsache, dass einer der bei einer Blutuntersuchung bestimmbaren Tumormarker einen dreifach erhöhten Wert aufwies. Wir hofften darauf, dass die weitere Messung im Zuge einer Wiederholungsuntersuchung „Entwarnung“ signalisieren würde, so dass wir für diese liebenswerte Hündin „ihre“ Menschen würden suchen können.

Anfang September 2018 mussten wir ElVita allerdings dann erneut operieren lassen, und das Geschwulst war eindeutig bösartig. Dennoch schien sich alles zum Guten zu wenden, denn bei Kontrolluntersuchungen waren nirgends im Körper Metastasen festzustellen.

Voller Zuversicht platzierten wir sie deswegen auf unserer Vermittlungsseite, und das Interesse war groß! Doch noch vor dem geplanten Kennenlerntermin Anfang Dezember 2018 begann ElVita zu fiebern und zeigte weitere Erkältungssymptome. Eine Röntgenuntersuchung bestätigte unsere schlimmsten Befürchtungen: in der Lunge zeigten sich mehrere Tumore.

Am Mittag des zweiten Weihnachtsfeiertages 2018 schlief Elli friedlich und ohne Angst in den Armen ihrer Pflegemutter ein. Am Firmament blinkt nun ein kleiner Stern mehr ….

Unser ganz großer Dank gilt der aufopfernden Fürsorge, mit der die Pflegeeltern gerade in den letzten Wochen Elli bis zu ihrem letzten Atemzug gepflegt und betreut haben.
Wir danken darüber hinaus allen Spenderinnen und Spendern, die es uns durch ihre fortlaufende finanzielle Unterstützung ermöglichen, auch für Hunde wie ElVita/Elli Verantwortung zu übernehmen.

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Kurzprofil

Name: ElVita (Elli)
Rasse: MV
Geschlecht: Hündin
Alter: 14.02.2012
Größe (cm): ca. 55 cm
Gewicht (kg): ca.19 kg
Kastriert: JA
Tätowiert: NEIN
Chip: JA
Vermittler: Krambambulli Jagdhundhilfe e.V.
Telefon: (06406) 8300842