American Black and Tan Coonhound

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Geschichte:
Anfang des 17. Jahrhunderts importierte man Bloodhounds  nach Virginia. Von den vielen Zuchtversuchen hat sich nur dieser bis heute beim AKC und UKC durchgesetzt und ist weiterhin dort anerkannt. Simon  Kenton und die Poe Brüder waren die Ersten, die Ende des 18. Jahrhunderts Black and Tan Coons züchteten. Diese Rasse wurde von Mr. Shirk und seinen Enkeln mehr als 130 Jahre bis ca. 1940 rein weiter gezüchtet. So entstand die „Old Glory Linie“. Auch die „Ten Oaks Linie“ von Don Stringer (1920 – 1940) drückte der Rasse einen prägenden Stempel auf. Ferner waren auch die Merritt Brüder beteiligt.
Die Coons wurden von Anfang an mit Foxhounds verpaart, auch wurden irische, deutsche und französische Jagdhunde eingekreuzt. So entwickelte sich die planmäßige Zucht des bis heute bestehenden Typus.
Coon hunting war und ist in America, besonders in den Südstaaten, weit verbreitet. Raccoon = Waschbär. Dafür wurde der Hund speziell gezüchtet.

Charakter:
Ein methodisch arbeitender Jagdhund, der aufgrund seiner feinen Nase wie man sagt bereit ist  „jeden Stein umzudrehen“, den andere Hunde durchaus überlaufen könnten. Er würde die aufgenommene Fährte bis zum „Ende der Welt“ verfolgen. Eine ausbruchsichere Einfriedung wäre somit hilfreich und zum Seelenfrieden des Führers beitragen.
Der Coon ist bei richtiger Erziehung und Auslastung ein lieber, ruhiger und kinderfreundlicher Hund. Sie können sich unterordnen und sind gerne unter Menschen. Sie sollten von Anfang an unbedingt sozialisiert und konsequent erzogen werden. Bitte beachten Sie vor einer Anschaffung eines Coons sein ausgeprägtes Geläut, welches durchaus auch noch weiter entfernte Nachbarn „erfreuen“ kann.

Aussehen:
Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen, lange, tief angesetzte Behänge. Größe 58 – 69 cm. Haar: kurz, glatt und dicht. Nicht kupiert. Sie werden bei der FCI in der Gruppe Lauf- und Schweißhunde geführt.

Jagdliche Verwendung:
Wenn der Waschbär ausgemacht ist, geht die Verfolgung los, irgendwann rettet sich der kleine Kerl auf einen Baum, dort wird er von den Black and Tan’s gestellt bis der Jäger dort ist. Waschbären sind nachtaktiv, so dass Jäger und Hund oftmals zu unchristlicher Zeit unterwegs sind. Sobald eine frische Fährte aufgenommen ist, wird der Black and Tan Coonhound spurlaut. Somit ist die Jagd eröffnet. Man kann die Hunde sehr gut an ihrem ausdruckstarken Geläut unterscheiden, da in den USA oft in der Meute gejagt wird. Der  versierte Führer hört über Kilometer aus welcher Richtung das Geläut kommt und findet sicher seinen Weg. Haben die Hunde den Waschbären zum aufbaumen gebracht, ändert sich ihr Geläut, so weiß der Führer immer, ob die Hunde eine Fährte aufgenommen haben, hetzen oder ob der Raccoon  bereits aufgebaumt hat.
Aufgrund seiner Intension wird er auch auf Sauen und Wildkatzen angesetzt. Seine jagdlichen Leistungen sind in diesem Bereich hervorragend.

Weitere Informationen und Bilder: Familie Honsalek, www.teckel-vom-gesselner-feld.de

Veröffentlicht: 17.07.2006 17:57