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Leander kam mit seinem Bruder Arthur und seiner Mutter Ende 2019 zu uns, die Hündin wurde mit zwei überlebenden Welpen im Strassengraben gefunden. Die Mutter war eine vorsichtige aber keine Angsthündin, der Bruder ein aufgeschlossener Junghund. Mutter und Bruder wurden zügig vermittelt und sind als Bsp heute im Hundesport mit ihren Besitzern tätig.

Leander war vom ersten Tag anders. Er schrie bei jeder Berührung und näherte sich schon als Junghund nicht dem Menschen. Ersichtlich war ein schweres Trauma was er als Welpe draußen erfahren hatte.

Die 6 Jahre hier bei mir hat er sich zu einem ruhigen, sehr sozialkompetenten Hund entwickelt. Mehrere Versuche ihn an Geschirr und Leine, noch wesentlicher, ihn an die Hand zu bekommen, schlugen fehl. Wenn man ihn in die Enge treibt um ihn zu berühren, schreit er bis zur Ohnmacht. Wenn er von alleine kommt , darf ich ihn im Pulk mit den anderen berühren, auch bei Fremden nimmt er manchmal Kontakt auf und Leckerlies entgegen. Das Geschirr, was er ein halbes Jahr trug und das während der Kastration angelegt wurde, habe ich ihm unter Panik wieder entfernt. Ich musste ihn sedieren um ihn zur Kastration zu transportieren. Nach der Kastration ist er sehr ruhig mit mir zum Auto gelaufen und hineingesprungen.

Stand heute ist.

Es hat Jahre gebraucht bis dass Leander eine Beziehung zu mir aufbauen und er der fröhliche Rudelkamerad sein konnte. Leander zeigt einen absoluten Gehorsam bei mir und kommuniziert mit Augen und Körpersprache. Ich weiss in jeder Situation, wie ich ihn händeln muss, Aggression zeigt er keine, ausser Unsicherheitsbellen bei Menschen, zu denen er keine Beziehung hat. Ich werde weiterhin in kleinsten Schritten an seinen Ängsten arbeiten.