Schnibibsel

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Montagmorgen, 7:00 Uhr.
Schnitzelchen springt vom Sofa, um ins Körbchen zu gehen, ein kurzes Quietschen, sie legt sich ins Körbchen. Sie schläft nicht ein!
20 Minuten später. Sie beginnt schwer zu atmen.
10 Minuten später. Sie beginnt zu winseln und will nicht mehr das Körbchen verlassen. Hund warm einpacken, im Körbchen ins Auto und los. Auf der Fahrt beim Tierarzt angerufen, besprochen was Sache ist, gebeten den OP freizuhalten.
Die alte Maus gelagert, Bauch rasiert, Ultraschall, Röntgen, Zugang legen.
Massives Hämatom im Bauch, solider Milztumor.
Schlucken, Schnitzelchen ins Körbchen packen, wärmen.
Durchatmen, Chancen besprechen, mit dem KBB Vorstand beraten OP  oder Euthanasie.

OP!       Du sollst weiterhopsen Schnibibsel!

Anästhesie- sie spricht gut darauf an. Nach 2,5 h ist der letzte Knoten gebunden und die letzte Klammer gesetzt, die Wundauflage drauf, sie kommt genauso gut aus der Anästhesie, wie sie hinein ging.
Bauchhöhle „aufgeräumt“, der Tumor der für einen Milzriss sorgte ist raus.
Die alte Lady ist fit, muss noch eine Infusion bekommen. Wird mit ihrer feinen landnasigen Art natürlich „artgerecht“ vom gesamten Praxisteam umsorgt.
Kurzbericht an den Vorstand.
Zehn Stunden nach dem Quietscher ist sie wieder zu Hause.
Frisst Lotta frech den Napf vor der Nase leer, schnappt sich noch das „Abend-Kaninchenohr“ und rast auf das Sofa.
Panik bei den Menschen, ihr ist das schnurzpiepprinzessinenegal!
Gutgegangen. Fitter than ever.
Den Schalk im Nacken, Funkelunfugaugen, Ariegeoise eben, bodenständig göttlich, ohrengerahmter Langrüsselblödsinn.
Eine Woche später das Ergebnis der Histologie- kein Hinweis auf einen bösartigen Tumor. Das größte Risiko war die Blutung und das Hämatom.

Go Schnitzel Go!

Du wildwutzwatz Grande Dame, mit dem großartigen Blick, der schmalsten Nase, den Riesenohren, dem einzigartigen „Steertrotier-Gang“!

Danke KBB für die Waisencouch und die grandiose Unterstützung!